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3 Fragen an...

… den Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer.

1) Der Fahrplan 2019 hat im Thurgau viele Änderungen mit sich gebracht. Wie merken Sie das persönlich?
Ich musste mich, wie viele andere, an die geänderten Abfahrtszeiten der Züge und Busse gewöhnen, und der morgendliche Schnellzugshalt in Sulgen fehlt mir.

2) Hat der Thurgau sein ÖV-Potenzial nun ausgeschöpft?
Wir sind ein stark wachsender Kanton. Der letzte Fahrplanwechsel war ein grosser Schritt für den ÖV im Kanton Thurgau. Potenzial gibt es selbstverständlich immer, vor allem in der Agglomeration Kreuzlingen/ Konstanz. Für diese Agglomeration braucht es eine zusätzliche schnelle Verbindung Richtung Frauenfeld- Winterthur-Zürich. Aber auch an anderen Orten und insbesondere bei den Busverbindungen soll der ÖV in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis Schritt für Schritt weiterentwickelt werden. Die Gesamtkosten dürfen wir dabei nicht aus den Augen verlieren.

3)  Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Wie stellen Sie sich eine ÖV-Fahrt in 20 Jahren vor?
Der öffentliche Verkehr und der Individualverkehr fliessen ineinander. In Zukunft kaufe ich eine Reise als verkehrsmittelübergreifenden Service. Weil gerade kein Bus fährt, holt mich zu Hause ein Sammeltaxi ab und bringt mich zum nächsten Bahnhof. Nach meiner Zugreise fahre ich mit dem gemieteten Velo oder Elektroauto den letzten Kilometer an mein Ziel.

(Interview: cyr, Bild: Kanton Thurgau)