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Der neue Fahrplan im alltagstest

Am 9. Dezember 2018 ging im Kanton Thurgau der grösste Fahrplanwechsel seit über 20 Jahren über die Bühne. Welche Erkenntnisse wurden in den ersten Monaten gemacht?

Die Verbesserungen fanden primär auf den nachfragestarken Linien statt, was bei weniger genutzten Verbindungen leider auch zu Nachteilen führen konnte. Alle Beteiligten waren gespannt, wie das neue Gefüge funktioniert: Die beschleunigten Intercity- und Interregiozüge verkehren pünktlich und die kürzeren Umsteigebeziehungen Richtung Seelinie werden rege genutzt. Die Reisenden freuen sich über die 15 Minuten kürzere Reisezeiten von der Seelinie Richtung Zürich und Rheintal-Graubünden. Auch der stündliche Regioexpress zwischen Konstanz und St. Gallen–Herisau erfreut sich grosser Beliebtheit. Alle neuen S-Bahnfahrpläne wurden von den Fahrgästen schnell akzeptiert. Die Pünktlichkeit und die Anschlusssicherheit sind gut.

Das gesamte Busnetz musste den geänderten Bahnfahrplänen angepasst werden. Leider war es nicht immer möglich, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die neue Buslinie 736 St. Margarethen–Münchwilen–Eschlikon wird von vielen Reisenden genutzt. Im Raum Wil wurde aufgrund von verschiedenen Kundenreaktionen eine Korrektur vorgenommen. Die Linie 734 Wil–Fischingen wird neu mit einem Lastrichtfahrplan gefahren, das heisst am Vormittag hat sie in Wil Anschluss nach St. Gallen und am Nachmittag von St. Gallen her. Bei zwei weiteren Linien wurden Anpassungen im Minutenbereich vorgenommen. Es gibt einzelne Buslinien bei denen die Pünktlichkeit noch verbessert werden muss.


(Text: Abteilung ÖV)