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In den Thurgau zieht es alle zurück

Sie sind jung, erfolgreich und viel unterwegs: Fünf Thurgauerinnen und Thurgauer verraten, weshalb sie immer wieder gerne in ihre Heimat zurückkehren. Und welche Plätze ihnen besonders gut gefallen.

Junge Thurgauer Promis verraten, wo sie in ihrem Heimatkanton am liebsten ausspannen. Das Bild zeigt den Seeburgpark in Kreuzlingen.

Abschalten, gratis und franko
Lina Button, mit bürgerlichem Namen Brigitt Zuberbühler, ist in Pfyn aufgewachsen und als erfolgreiche Sängerin unterwegs. Für ihr künstlerisches Schaffen wurde die 35-Jährige schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von Radio SRF 3 als «Best Talent», und zweimal für einen Swiss Music Award nominiert. Ihre aktuelle Single «Take Me Away» läuft derzeit auf diversen Radiostationen. Lina Button wohnt in Zürich, kommt aber immer wieder gerne in ihren Heimatkanton. «Es gibt unglaublich viele schöne Orte im Thurgau», sagt sie. «Insbesondere mag ich das Eisenwerk in Frauenfeld für Konzerte und gemütliche Abende in der Beiz. Um abzuschalten, zieht es mich ans Wasser. Steckborn ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Im Sommer gehe ich gerne in den Feldbach-Park direkt am Ufer des Untersees, um Sonne zu tanken und ins Wasser zu hüpfen. Gratis und franko. Und mit dem Blick auf den See gibts danach ein Eis oder ein kühles Bier. Ansonsten spaziere ich gerne der Uferpromenade entlang, vorbei am Phönix Theater und dem Yachthafen, oder schlendere durch die Altstadt. Die Häuser da sind wunderschön.»

«Die Akustik ist fantastisch»
Nicolas Senn, Hackbrettvirtuose und Moderator der TV-Sendung«Potzmusig», ist in Romanshorn aufgewachsen und wohnt heute im Appenzellerland. Der 29-Jährige kann bereits auf eine langjährige und erfolgreiche musikalische Karriere zurückblicken. Er gewann den Grandprix der Volksmusik, war mit Rapper Bligg auf Tournee, spielte vor 120 000 Zuschauern mit der Swiss Army Band am Basel Tattoo oder erklärte Stefan Raab in «TV total» das Hackbrettspiel. Auf sein liebstes Ausflugsziel im Thurgau angesprochen, fällt im spontan Schloss Hagenwil ein. «Schon als kleiner Junge durfte ich mit meinem Hackbrett an Geburtstagen und Hochzeiten im Schloss Hagenwil aufspielen. Auch heute sind die Auftritte dort für mich immer noch ein Highlight. Schloss Hagenwil ist mit seinem Wassergraben einfach ein eindrückliches Wasserschloss, und in den Festsälen ist die Akustik fantastisch. Aber auch das feine Essen ist mir in bester Erinnerung geblieben.»

Im Schloss von Olympia träumen
Yasmin Giger aus Romanshorn hat als Leichtathletin schon viel erreicht, und die 19-Jährige gilt als grosse Nachwuchshoffnung. Sie ist Europameisterin über 400 Meter Hürden in der Kategorie U20 und sprintete 2018 an der Leichtathletik- Europameisterschaft in Berlin bei den «Grossen» ins Halbfinale. Yasmin Giger absolviert derzeit am Talent Campus in Kreuzlingen das Sport-KV und hat die Olympischen Spiele 2020 in Tokio bereits fest im Blick. In ihrer Freizeit macht sie keine grossen Sprünge. «Mein liebstes Ausflugsziel ist das Schloss Romanshorn. Ein spezieller Ort mit langer Geschichte. Ich geniesse hier jeweils die tolle Aussicht auf den See und im Schlossrestaurant das feine Essen. Es gibt sicher viele schöne Orte im Thurgau, aber Romanshorn mit seinem Hafen, mit der Seepromenade, mit dem Schloss und den vielen coolen Aktivitäten kann ich allen nur empfehlen.»

Hier hat alles begonnen
Nico Stahlberg aus Schönenberg ist der erfolgreichste Ruderer aus dem Thurgau: In der Kategorie U23 wurde der heute 27-Jährige einst Weltmeister im Doppelvierer und 2017 bei den Elite-Sportlern Weltcup-Gesamtsieger im Skiff. In London und Rio war er an den Olympischen Spielen und holte sich ein Diplom. Nico Stahlberg ist heute Vollzeitsportler und Teilzeitstudent, kommt aber in seiner Freizeit immer wieder gerne in den Thurgau zurück. Sein liebstes Ausflugsziel ist der Seeburgpark in Kreuzlingen. «Beim Ruderclub Kreuzlingen bin ich gross geworden, hier habe ich trainiert und bin oft auch durch den Park gejoggt. Mit diesem Ort verbinde ich viele schöne Erinnerungen und kenne ihn auch durch meine Arbeit als Forstwart. Der Seeburgpark ist ein einmalig schönes Biotop, direkt am See, wenige Gehminuten vom Hafenbahnhof entfernt und immer wieder eine Reise wert.»

Schönster der schönsten Orte
Linda Heller ist in Arbon aufgewachsen und absolviert derzeit eine Tanzausbildung. Daneben unterrichtet sie in der Tanzwerkstatt der Musikschule Arbon. Unter anderem war sie beim Schweizer Fernsehen und der Migros als Tänzerin engagiert und auch Teil der Operette «La Sonnambula» in Wil und dem Musiktheater Genesis- Human Nature. Zudem ist Linda Heller an Politik interessiert: Im Februar wurde die 20-Jährige als jüngste Kandidatin auf der Liste der SP auf Anhieb ins Stadtparlament von Arbon gewählt. Auf ihr favorisiertes Ausflugsziel angesprochen, sagt sie: «Die schönsten Orte im Thurgau befinden sich meiner Meinung nach am Ufer des Bodensees. Der schönste der schönsten Orte ist meine Heimatstadt Arbon. Sie ist einmalig, weil sie vieles für viele bietet. Mein Lieblingsort ist die Seepromenade. Nebst einer tollen Badi und einem wunderschönen Strandbad gibt es ein Beachvolleyball-Feld, einen Skatepark, eine Street-Workout-Anlage, einen Spielplatz und ein grosses Angebot an Wassersportarten. Ausserdem gibt es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sowie tolle Festivals. Unsere Altstadt ist klein, aber fein wie zum Beispiel der Wochenmarkt, der dort samstags stattfindet. Es gibt noch so viel mehr in Arbon zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich!»

(Text: Barbara Hettich, Bilder: Thurgau Tourismus, zVg)