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Wurzeln liegen in Rom

Pfyn nennt sich Kulturhauptstadt der Schweiz und bietet viel Lebensqualität. Zwei PostAuto-Linien sorgen für den ÖV-Anschluss.

Malerisch: Pfyn ist eingebettet zwischen Seerücken und Thur.

Schweizweit bekannt wurde Pfyn, als das Schweizer Fernsehen im Sommer 2007 die Serie «Pfahlbauer von Pfyn – Steinzeit live» ausstrahlte. «Das war ein ziemlicher Rummel », erinnert sich Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller, die just damals ihr Amt antrat. Die Sendung ist passé, geblieben ist der Fokus der Gemeinde auf Kultur. Dem römischen Kastell «Ad Fines» aus dem 3. Jahrhundert verdankt Pfyn den Namen. Auf den Überresten der noch heute erkennbaren Mauern wurde im Mittelalter das Städtli errichtet, dessen Bedeutung weit über das Dorf hinausstrahlte. Daran erinnert der Stationenweg des Transitorischen Museums. Weitere Höhepunkte sind die Funde aus der Pfahlbauer- und Römerzeit in der Trotte sowie Veranstaltungen des Kulturforums und der Vereinigung Römerstrasse.

Gute Lage, kurze Wege
Im Alltag profitieren die Bewohner der Gemeinde, zu der auch die ehemalige Ortsgemeinde Dettighofen auf dem Seerücken gehört, vor allem von der angenehmen Wohnlage und kurzen Wegen. Dank Dorfladen, Käserei und Bank lassen sich die meisten Besorgungen im Dorf erledigen. Zahlreiche Gewerbebetriebe bieten Dienstleistungen und Arbeitsplätze. Zwei PostAuto-Linien mit mehreren Haltestellen in Pfyn und Dettighofen stellen den ÖV-Anschluss sicher. Die Busse auf der Linie Müllheim–Pfyn–Frauenfeld verkehren an Wochentagen durchgehend von 5 bis 20 Uhr im Halbstundentakt. Dies zu den Hauptverkehrszeiten ebenfalls auf der Linie Steckborn– Pfyn–Frauenfeld. In 33 Minuten ist man in Winterthur, in 59 Minuten in Zürich – dank schlanker Anschlüsse in Frauenfeld. Mit dem ÖV-Angebot ist Jacqueline Müller denn auch sehr zufrieden.

2000er-Grenze überschritten
Überhaupt liegt der Gemeindepräsidentin das Wohlergehen der Einwohner sehr am Herzen. Nach Zeiten geringen Wachstums ist die Anzahl gestiegen: Im Herbst 2018 überschritt sie die 2000er-Grenze. Neue Wohnungen wurden gebaut, weitere sind geplant. Die Neuzuzügler sollen sich in der Gemeinde wohlfühlen und am Gemeindeleben teilnehmen. Befragt nach den Bedürfnissen der Zukunft gaben die Pfyner unter anderem an, sie möchten sich in Richtung 2000-Watt- Gesellschaft entwickeln. Auch der ÖV-Anteil soll gesteigert werden.

www.pfyn.ch

(Text: Florian Stöckli, Bild: Jan Keller)